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9月20日 Tod Vor SonnenaufgangTod Vor Sonnenaufgang 9月13日 WinterdämonVon Norden zieht ein Sturm herauf bringt Kälte und Tod.
Über die helle Welt der Menschen fällt ein Mantel der Schwärze und Not.
Niemand weiss wohin soll er fliehen, die frostige Hand greift überall hin.
Wenn die finsteren Wolken am Himmel ziehen macht Widerstand gar keinen Sinn.
Der Winterdämon aus der alten Zeit,
ein tödlicher Hauch der Ewigkeit.
Keine Menschenmacht kann ihm widerstehen,
wer ihn spürt wird untergehen.
Steife Glieder, der Atmem gefriert.
Kaum einer der den Sturm überleben wird,
ein Unheil so gross wie das letzte Gericht,
tilgt die Menschenbrut vom Erdengesicht.
Im Zuge dieser Eisesmacht senkt sich Dunkel übers Land.
Keine Stimme lässt sich vernehmen,
alles ist vom Frost gebannt.
In den Wolken rasen schwarze Vögel,
wie Todesengel der Dunkelheit.
Doch eine Gestalt mit zwei grauen Wölfen durchstreift die kalte Einsamkeit.
Totentanz aus FlandernDer Tod reitet auf einem kohlschwarzen Rappen;
er hat ein undurchsichtige Kappen.
Wenn Landsknecht in das Feld marschiern,
lässt er sein Ross daneben galoppieren.
Flandern in Not. In Flandern reitet der Tod.
Der Tod reitet auf einem lichten Schimmel,
schön wie ein Cherubin von Himmel.
Wenn Mädchen ihren Reigen schreiten, will er mit ihnen zum Tanze gleiten.
Der Tod kann auch die Trommel rühren,
man kann den Wirbel im Herzen spüren.
Er trommelt hell, er trommelt laut,
er schlägt auf eine Totenhaut.
Flandern in Not. In Flandern reitet der Tot.
Als er den ersten Wirbel geschlagen,
da hat's das Blut vom Herzen getragen.
Als er den zweiten Wirbel schlug,
den Landsknecht man zu Grabe trug.
Der dritte Wirbel ist so lang gegangen,
bis der Landsknecht vom Teufel den Segen empfangen.
Der dritte Wirbel ist leis und lind,
als wiegt eine Mutter im Schlaf ihr Kind.
Der Tod kann Rappen und Schimmel reiten.
Der Tod kann lächelnd im Tanze schreiten.
Er trommelt laut, er trommelt fein:
Gestorben, gestorben, gestorben muss sein!
Flandern in Not. In Flandern reitet der Tod.
Der HenkerMein Handwerk ist der Galgenstrick Das Henkerbeil scharf zu halten Auch mit Folter bin ich gut vertraut Das Grauen zu verwalten Ich bin gehasst von allem Volke doch dieser Umstand schert mich nicht Denn ich bin Gott, der Herr des Todes ich bin das letzte Strafgericht
Bringt mir die Totgeweihten her Zur Vollstreckung des Geschicks Wenn sie ihr schnelles Ende finden Durch das Brechen des Genicks Wenn das Beil herniedersaust Und wenn das Blatt die Knochen bricht Es der Menge unbehaglich graust Erlischt ein weiteres Lebenslicht Eine finstre Arbeit die habe ich Wahrlich zum Beruf Ich bin die Hand des Rachegottes Der mich aus Hass erschuf
Wenn Augen starr und glasig werden Wenn Gehängte zappeln und Schädel splittern Es gibt nichts schöneres auf Erden Als wenn Menschlein unter Folter zittern Das weiss ich, ich bin selbst am Leben Und Henker können nicht vergeben
Bringt mir die Totgeweihten her Zur Vollstreckung ihres Urteils Wenn sie ihr schnelles Ende finden Durch das Fallen meines Beils Wenn sich die rote Flut ergiesst Und der Tod nimmt seinen Anteil In mir gleich neues Leben spriesst Im Töten liegt mein Heil
Werd ich auch niemals Freunde haben Und keine Liebe kennenlernen Kann ich mich doch am Töten laben Und Menschen aus der Welt entfernen Das ist mein Werk und es endet nie Weil die Menschen auf ewig versagen Und ihre eigenen Regeln nicht halten
Und die Moral von der Geschichtemeines finsteren Lebens Jedem das Seine keine Gnade - Alles Flehen ist vergebens!!
Die GalgenbrüderWie der Fluss das Ufer schneidet
Wie das blutige Schaf in Wolfes Fang
Wie der Hagel die Ernte vernichtet
So sind wir Räuber ein Leben lang!
Wilde Räuberbanden, schon geboren in Acht
Rauben am Tage und Zechen bei Nacht
Sie nennen uns Teufel und Dämonen
Verbrecher die in den Wäldern wohnen
Wir leben für Gold und Christenblut
Wohl wahr wir sind eine Höllenbrut
Wenn Weiber kreischen und Kerle sterben
Unser Glück, ihr schändliches Verderben
Im finsteren Wald gehen wir umher wie die Geister
Zu Rauben, zu Morden, dass ist unser Heil
Wir streifen umher mit Messer und Beil
Zwischen den Bäumen im Dunkel des Tals
Ist unser Reich, liegt unser Versteck
Die Räuberhöhle, heimliches Quartier
Jeder muss sterben, der es entdeckt!
Wie alles was lebt, einst auch muss sterben
Wir wissen darum, wir enden am Strang
Doch bis zum Tag an dem man und hängt
Sind wir wilde Räuber ein Leben lang |
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