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日志


9月20日

Tod Vor Sonnenaufgang

Tod Vor Sonnenaufgang

Mondlicht leitet kalt den Pfad der dunkelroten Gier
Scharfe Fänge blitzen weiß, gleich tödlich-heller Zier
Mitleidlos, voll Blutdurst finster, geht es durch die Nacht
Wolfsgesang ertönet zu der Ehr' untoter Macht

Untergang der Sonne heißet Wiederkehr der Dunkelheit
Bleich steht dann die Reichsarmee der Finsternis und ist gefeit
Wider Kreuz und Bibelmystik, Kabbala und Holzespfahl
Untot harren sie, vereinigt durch das blut'ge, graus'ge Mahl

Haltlos entfesselt, voll rasender Gier und getragen vom kalten
Wolfsgesang
Blutsaugen, unbarmherzig bringen sie stets den Tod vor Sonnenaufgang

Staubbedeckte Särge stehn in Gruften, bergen roten Drang
Nachtwärts geht alsbald der Flug mit dem Sonnenaufgang
Durch blutige Jahrhunderte des Grauens, das kein Ende hat
Fern der süßen Illusion, die mancher still ersinnen tat

Haltlos entfesselt, voll rasender Gier und getragen vom kalten
Wolfsgesang
Blutsaugen, unbarmherzig bringen sie stets den Tod vor Sonnenaufgang

9月13日

Winterdämon

Von Norden zieht ein Sturm herauf bringt Kälte und Tod.
Über die helle Welt der Menschen fällt ein Mantel der Schwärze und Not.
Niemand weiss wohin soll er fliehen, die frostige Hand greift überall hin.
Wenn die finsteren Wolken am Himmel ziehen macht Widerstand gar keinen Sinn.
 
Der Winterdämon aus der alten Zeit,
ein tödlicher Hauch der Ewigkeit.
Keine Menschenmacht kann ihm widerstehen,
wer ihn spürt wird untergehen.
Steife Glieder, der Atmem gefriert.
Kaum einer der den Sturm überleben wird,
ein Unheil so gross wie das letzte Gericht,
tilgt die Menschenbrut vom Erdengesicht.
 
Im Zuge dieser Eisesmacht senkt sich Dunkel übers Land.
Keine Stimme lässt sich vernehmen,
alles ist vom Frost gebannt.
In den Wolken rasen schwarze Vögel,
wie Todesengel der Dunkelheit.
Doch eine Gestalt mit zwei grauen Wölfen durchstreift die kalte Einsamkeit.
 

Totentanz aus Flandern

Der Tod reitet auf einem kohlschwarzen Rappen;
er hat ein undurchsichtige Kappen.
Wenn Landsknecht in das Feld marschiern,
lässt er sein Ross daneben galoppieren.
 
Flandern in Not. In Flandern reitet der Tod.
 
Der Tod reitet auf einem lichten Schimmel,
schön wie ein Cherubin von Himmel.
Wenn Mädchen ihren Reigen schreiten, will er mit ihnen zum Tanze gleiten.
 
Der Tod kann auch die Trommel rühren,
man kann den Wirbel im Herzen spüren.
Er trommelt hell, er trommelt laut,
er schlägt auf eine Totenhaut.
 
Flandern in Not. In Flandern reitet der Tot.
 
Als er den ersten Wirbel geschlagen,
da hat's das Blut vom Herzen getragen.
Als er den zweiten Wirbel schlug,
den Landsknecht man zu Grabe trug.
Der dritte Wirbel ist so lang gegangen,
bis der Landsknecht vom Teufel den Segen empfangen.
 
Der dritte Wirbel ist leis und lind,
als wiegt eine Mutter im Schlaf ihr Kind.
 
Der Tod kann Rappen und Schimmel reiten.
Der Tod kann lächelnd im Tanze schreiten.
Er trommelt laut, er trommelt fein:
Gestorben, gestorben, gestorben muss sein!
 
Flandern in Not. In Flandern reitet der Tod.
 
 

Der Henker

Mein Handwerk ist der Galgenstrick

Das Henkerbeil scharf zu halten

Auch mit Folter bin ich gut vertraut

Das Grauen zu verwalten

Ich bin gehasst von allem Volke

doch dieser Umstand schert mich nicht

Denn ich bin Gott, der Herr des Todes

ich bin das letzte Strafgericht

 

Bringt mir die Totgeweihten her

Zur Vollstreckung des Geschicks

Wenn sie ihr schnelles Ende finden

Durch das Brechen des Genicks

Wenn das Beil herniedersaust

Und wenn das Blatt die Knochen bricht

Es der Menge unbehaglich graust

Erlischt ein weiteres Lebenslicht

Eine finstre Arbeit die habe ich

Wahrlich zum Beruf

Ich bin die Hand des Rachegottes

Der mich aus Hass erschuf

 

Wenn Augen starr und glasig werden

Wenn Gehängte zappeln und Schädel splittern

Es gibt nichts schöneres auf Erden

Als wenn Menschlein unter Folter zittern

Das weiss ich, ich bin selbst am Leben

Und Henker können nicht vergeben

 

Bringt mir die Totgeweihten her

Zur Vollstreckung ihres Urteils

Wenn sie ihr schnelles Ende finden

Durch das Fallen meines Beils

Wenn sich die rote Flut ergiesst

Und der Tod nimmt seinen Anteil

In mir gleich neues Leben spriesst

Im Töten liegt mein Heil

 

Werd ich auch niemals Freunde haben

Und keine Liebe kennenlernen

Kann ich mich doch am Töten laben

Und Menschen aus der Welt entfernen

Das ist mein Werk und es endet nie

Weil die Menschen auf ewig versagen

Und ihre eigenen Regeln nicht halten

 

Und die Moral von der Geschichtemeines finsteren Lebens

Jedem das Seine keine Gnade - Alles Flehen ist vergebens!!

 

Die Galgenbrüder

Wie der Fluss das Ufer schneidet
Wie das blutige Schaf in Wolfes Fang
Wie der Hagel die Ernte vernichtet
So sind wir Räuber ein Leben lang!
 
Wilde Räuberbanden, schon geboren in Acht
Rauben am Tage und Zechen bei Nacht
Sie nennen uns Teufel und Dämonen
Verbrecher die in den Wäldern wohnen
Wir leben für Gold und Christenblut
Wohl wahr wir sind eine Höllenbrut
Wenn Weiber kreischen und Kerle sterben
Unser Glück, ihr schändliches Verderben
 
Im finsteren Wald gehen wir umher wie die Geister
Zu Rauben, zu Morden, dass ist unser Heil
Wir streifen umher mit Messer und Beil
 
Zwischen den Bäumen im Dunkel des Tals
Ist unser Reich, liegt unser Versteck
Die Räuberhöhle, heimliches Quartier
Jeder muss sterben, der es entdeckt!
 
Wie alles was lebt, einst auch muss sterben
Wir wissen darum, wir enden am Strang
Doch bis zum Tag an dem man und hängt
Sind wir wilde Räuber ein Leben lang