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日志


10月7日

ein Engel

zitternd liegt er vor mir ...
er stirbt ...
die Flügel hat er dicht an seinen Körper gezogen ...
ist ein Engel und doch ...
ertrinkt er in seinem eigenen Blut ...
einst war er so mächtig ...
herrschte überall ...
er war das Gute und das Böse ...
schwarz und weiß ...
alles in einem ...
das war er einmal ...
blicke zu ihm hinab ...
hat nun einfach keine Macht mehr ...
sich noch einmal zu retten ...
er blickt mich mit traurigen Augen an ...
haucht mir leise zu ...
ich bin du ...
kannst du es nicht sehen ...
der Engel in dir er stirbt langsam ...
weil deine zweite Seele nicht bei dir ist ...
er schluchzte leise vor sich hin ...
Tränen kullern aus seinen großen Augen ...
ich starre ihn an, unfähig irgendwas zu sagen ...
nur eins war ich noch fähig zu tun ...
ich rammte mir ein Messer in mein Herz ...
meine Seele ... mein Engel ...
nun ist er frei und ist auf der Suche ...
nachdem was ich nie fand ...
nach dir ...

10月5日

Der Schatz

Es war ein Mann.
Der sprach zu seiner Frau: “Komm mit, ich möchte Dir etwas zeigen.”
Und stieg einen steilen Berg hinauf.

Nach langen Tagen der Mühe, fragt die Frau erschöpft:
“Komm sag mir, lieber Mann. Was ist es das du mir zeigen möchtest? Ich bin erschöpft und müde. Meine Beine wollen nicht mehr.”

Aber der Mann konnte sie nicht hören.
In Gedanken den Weg zum Glück zu finden, blieben seine Ohren taub.

Als wieder eine neue Nacht anbrach, und die Frau ihren Mann nicht mehr sehen konnte, setzte sie sich auf einen Stein und weinte.
Sie hatte Hunger und konnte den Weg zurück nicht mehr finden.
Am Ende ihrer Kräfte schlief sie schließlich ein.

Da kam ein Wanderer des Weges daher.
Er sah die Frau und wunderte sich:
“ Welch einsame Frau ist hier im Hunger eingeschlafen?”
Er warf seinen Mantel über sie und entdeckte eine kleine Blume in ihrer Hand.
“Das ist die Blume der Liebe.”, dachte er, hob die Frau auf die Arme und trug sie weg vom kalten Wind des hohen Berges.

Eines Tages morgens erwachte ihr Mann.
Seine Haare waren bereits grau geworden und auch das Gehen fiel schwerer.
Er hatte noch immer nicht den Gipfel des Berges erreicht.
Da sah er weit vor sich in weiter Ferne den strahlenden Schatz, den er seiner Frau zeigen mochte.
“Schau, liebe Frau. Siehst du auch dort diesen warmen Glanz?
Es ist eine Blume, die ich Dir schenken möchte.”, sprach er zum ersten mal.
Als er sich umsah, fand er sich nur noch allein auf diesem Berg.
Kälte umgab ihn und er fror.

Nie hatte er bemerkt, dass seine Frau diese Blume in ihrer Hand hielt, als sie ihm folgte.